
Zentral
Kanchanaburi
Kanchanaburi ab Bangkok: Zug und Bus, wo du wohnst, Märkte am Samstag, Brücke am Kwai, Hellfire Pass, Erawan mit Eintritt und Tipps zu Hitze und Hochwasser.
Stand: 19. Oktober 2026
Region
Zentral
Brücke am Kwai und Wasserfälle
Beste Reisezeit
November bis Februar ist es am angenehmsten. März bis Mai wird es sehr heiß, September und Oktober sind am nassesten.
Anreise
Zwei Nahverkehrszüge täglich ab Bangkok Thonburi, 100 Baht; am Wochenende ein Ausflugszug ab Hualamphong
Top-Highlights
- Brücke am Kwai, bis heute von Zügen befahren
- Kriegsfriedhof Kanchanaburi
- Zugfahrt über das Wampo-Viadukt bis Nam Tok
Regen und Temperatur übers Jahr
- Jan3 mm, 33 °C, trockenjetzt
- Feb18 mm, 36 °C, trockenjetzt
- Mär29 mm, 37 °C, trockenjetzt
- Apr78 mm, 38 °C, wechselhaftjetzt
- Mai145 mm, 36 °C, wechselhaftjetzt
- Jun86 mm, 34 °C, wechselhaftjetzt
- Jul103 mm, 34 °C, wechselhaftjetzt
- Aug98 mm, 34 °C, wechselhaftjetzt
- Sep220 mm, 34 °C, Regenzeitjetzt
- Okt209 mm, 32 °C, Regenzeitjetzt
- Nov59 mm, 32 °C, trockenjetzt
- Dez6 mm, 31 °C, trockenjetzt
Linie: durchschnittlicher Tageshöchstwert in °C. Band und Zahl: Regen in mm pro Monat · Wetterdaten: Station Kanchanaburi · Quelle: Thai Meteorological Department (TMD), Klimamittel 1981–2010, gerundet · Wetter in Kanchanaburi im Detail
Inhalt dieses Artikels7 Abschnitte
Kanchanaburi liegt rund 100 Kilometer nordwestlich von Bangkok, dort, wo die Flüsse Kwai Noi und Kwai Yai zusammenfließen. Bekannt ist die Stadt durch die Brücke am Kwai und die Eisenbahn, die im Zweiten Weltkrieg unter japanischer Besatzung von Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern gebaut wurde. So viele Menschen starben dabei, dass sie als „Todeseisenbahn“ in die Geschichte einging. Museen und Friedhöfe erinnern daran. Rundherum gibt es Berge, Stauseen, Wasserfälle und Nationalparks. Von Bangkok aus geht es als Tagesausflug, besser sind aber zwei oder drei Tage.
Die Stadt liegt am Fluss, die Brücke etwas nördlich davon. Die großen Ziele wie Hellfire Pass, Erawan und die Bahnstrecke bis Nam Tok liegen weiter draußen im Westen der Provinz.
Anreise
Am passendsten fährst du mit dem Zug, denn die Strecke ist selbst ein Teil der alten Bahn. Täglich fahren zwei Nahverkehrszüge vom Bahnhof Thonburi auf der Westseite des Flusses in Bangkok, morgens um 7:45 Uhr und am frühen Nachmittag. Thonburi erreichst du in etwa neun Minuten zu Fuß von der U-Bahn-Station Bang Khun Non (MRT, Blaue Linie).
Die Fahrt kostet 100 Baht. Die Züge haben nur die 3. Klasse und keinen Speisewagen, aber Händler verkaufen Getränke und Obst. Reservieren musst du nicht. Die Züge halten in Kanchanaburi, kurz danach an der Station River Kwae Bridge vor der Brücke und fahren dann weiter bis Nam Tok.
An Samstagen, Sonntagen und Feiertagen fährt außerdem ein Ausflugszug um 6:30 Uhr ab Bangkok Hualamphong. Er hält unterwegs in Nakhon Pathom, an der Brücke, fährt bis Nam Tok und auf dem Rückweg mit einer Stunde Pause am Kriegsfriedhof in Kanchanaburi. Hin und zurück kostet das 120 Baht ohne Klimaanlage oder 240 Baht in der 2. Klasse mit Klimaanlage. Für diesen Zug brauchst du eine Reservierung, zum Beispiel über D-Ticket, die Buchungsseite der Staatsbahn. Er ist oft ausgebucht, also früh buchen. Die genauen Zeiten würde ich vor der Fahrt bei der Staatsbahn SRT prüfen (Hotline 1690).
Auch täglich fahren Busse von Bangkok nach Kanchanaburi, und viele Veranstalter bieten geführte Tagesausflüge an. Die Busse fahren vom Southern Bus Terminal in Bangkok, die Fahrt dauert etwa zwei Stunden. Minivans fahren auch ab Mo Chit.
Am passendsten fährst du mit dem Zug, denn die Strecke gehört zur alten Bahn und ist selbst Teil des Ausflugs. Verbindungen von Bangkok und Tickets für dein Datum kannst du vorab vergleichen.
Unterwegs vor Ort
In der Stadt fährst du mit Tuk-Tuk, Songthaew oder einer Fahrrad-Rikscha. Taxameter gibt es nicht, mach den Preis vorher aus. Fahrdienst-Apps gibt es, aber nur wenige Fahrer. Oft ist der Fahrer deiner Unterkunft schneller. Für Hellfire Pass und Erawan nimmst du am besten einen Fahrer für den Tag oder eine Tour. Zum Erawan-Nationalpark fährt auch ein Bus ab dem Busbahnhof in Kanchanaburi, etwa anderthalb Stunden.
Wo wohnen
Die meisten Hotels liegen in der Stadt Kanchanaburi. Die Brücke ist etwa 5 Kilometer vom Zentrum entfernt. Hinzu kommen viele kleine Boutique-Hotels und Gästehäuser. Die Maenam Kwae Road am Fluss ist die Straße mit vielen Gästehäusern, Lokalen und Bars, abends ist dort am meisten los.
Etwas Besonderes sind die Floßhäuser, schwimmende Unterkünfte auf dem Fluss. Sie sind rustikal. Wer Wert auf Komfort legt, fragt vorher genau nach Bett, Bad und Klimaanlage. Die bekannten Jungle Rafts weiter flussaufwärts im Nationalpark Sai Yok erreichst du nur mit dem Boot, es gibt dort keinen Strom und keine Klimaanlage. In der heißen Zeit ist das nur etwas für Hartgesottene. Achte bei Booten auf Sicherheits- und Rettungseinrichtungen.
Für die Stadt und die Umgebung gibt es Hotels in allen Preisklassen, dazu die Floßhäuser auf dem Fluss. Frag vorher genau nach Bett, Bad und Klimaanlage. Unterkünfte in und um Kanchanaburi kannst du vorab vergleichen.
Abends und Märkte
Kanchanaburi ist abends ruhig. An der Maenam Kwae Road gibt es lockere Bars mit Livemusik und Restaurants am Fluss. Am Bahnhof hat jeden Abend ein Nachtmarkt offen, etwa ab 18 Uhr. Am Samstag gibt es mehrere Walking Streets: am Fluss beim Sky Walk (etwa 17 bis 21:30 Uhr) und in der Altstadt Pak Phraek (etwa 16 bis 21 Uhr), dazu freitags und samstags den Markt Tha Ruea.
Essen ist hier günstig. Ein einfaches Gericht auf dem Markt kostet 20 bis 60 Baht, eine Nudelsuppe etwa 40 bis 50 Baht (Stand 2026). In den Restaurants an der Maenam Kwae Road zahlst du 60 bis 150 Baht pro Gericht.
Highlights
Brücke am Kwai: Die Brücke über den Kwai Yai wurde 1942 und 1943 von alliierten Kriegsgefangenen in Zwangsarbeit gebaut. Im Krieg wurde sie zerstört und danach an derselben Stelle wieder aufgebaut. Die gebogenen Stahlbögen sind original von 1943, die zwei geraden Teile ersetzen Brückenteile, die 1945 durch Bomben zerstört wurden. Du darfst über die Holzplanken zu Fuß hinübergehen. Die Brücke wird aber bis heute von Zügen befahren, dann musst du zur Seite treten. Ich würde die Brücke als das sehen, was sie ist: ein Gedenkort für die Menschen, die hier gestorben sind.
Kriegsfriedhof Kanchanaburi: Beim Bau der Bahn starben etwa 13.000 Kriegsgefangene. Die Bauarbeiten begannen im Juni 1942, im Dezember 1943 war die 424 Kilometer lange Strecke in Betrieb. Auf dem Friedhof liegen 6.982 Kriegstote, unter anderem aus Großbritannien, Australien und den Niederlanden. Außerdem starben rund 80.000 Arbeiter aus asiatischen Ländern. Nimm dir Zeit und bleib leise.
JEATH-Kriegsmuseum: Der Name steht für die Anfangsbuchstaben von Japan, England, Amerika, Australien, Thailand und Holland. Das Museum ist einer Bambushütte der Gefangenen nachgebaut und zeigt mit Bildern, Fotos und Zeitungsberichten den Alltag im Lager.
Mit dem Zug nach Nam Tok: Hinter der Brücke fährt der Zug am Fluss Kwai Noi entlang und dann sehr langsam über das Wampo-Viadukt. Das ist ein Holzgerüst direkt an der Felswand, ebenfalls von Kriegsgefangenen gebaut. Endstation ist Nam Tok. Die Fahrt kostet 100 Baht pro Strecke.
Hellfire Pass: Etwa 80 Kilometer hinter Kanchanaburi liegt auf dem stillgelegten Teil der Bahn dieser Felseinschnitt. Australien hat dort eine Gedenkstätte mit Museum und Gedenkpfad eingerichtet. Sie ist täglich von 9 bis 16 Uhr geöffnet. Geschlossen ist sie jedes Jahr drei Wochen im Mai (2027: 3. bis 23. Mai) sowie an einigen Feiertagen, darunter Songkran (13. bis 15. April), der 5. Dezember und vom 24. bis 27. Dezember. Der Eintritt ist frei, für den Audioguide hinterlegst du ein Pfand. Der kurze Weg zum Gedenkort führt über Treppen hinunter, hin und zurück brauchst du etwa 40 bis 45 Minuten. Für Gäste, die schlecht zu Fuß sind, gibt es zu bestimmten Zeiten einen Golfwagen.
Thailand-Burma Railway Centre: Gleich neben dem Kriegsfriedhof erklärt dieses Museum den Bau der Bahn mit Karten, Modellen und Fundstücken. Es hat täglich von 9 bis 16 Uhr offen. Ich würde es vor dem Friedhof besuchen, dann verstehst du mehr.
Erawan-Nationalpark: Der Erawan-Wasserfall hat sieben Stufen und gehört zu den bekanntesten in Thailand. Ein Wanderweg führt am Wasserfall entlang bis zur siebten Stufe. Am schönsten sind die Wasserfälle von Mai bis Dezember. Der Eintritt kostet für Ausländer 300 Baht, nimm am besten Bargeld mit. Geöffnet ist täglich von 8 bis 16:30 Uhr, letzter Einlass ist um 15:30 Uhr. Die ersten beiden Stufen erreichst du leicht, dort gibt es Bänke und Toiletten. Bis zur sechsten Stufe gibt es Wege, die siebte erreichst du nur mit Klettern. In den Becken schwimmen viele Fische. Am Wochenende ist es voll, komm also unter der Woche und früh.
Elefanten: Bei Elephants World werden die Elefanten nicht geritten, Besucher füttern und baden sie. Ein halber Tag kostet 1.800 Baht. Füttern und Baden von Hand gelten bei Tierschützern aber als Warnzeichen, mehr dazu im Ratgeber Ethische Elefantencamps in Thailand.
Lichtfest an der Brücke: Ende November und Anfang Dezember gibt es an der Brücke jedes Jahr eine Licht- und Tonshow mit Feuerwerk. 2025 lief sie vom 27. November bis 7. Dezember. Den Termin für 2026 würde ich kurz vorher prüfen.


Ab Bangkok: Erawan-Park & Kanchanaburi – Tour in kleiner Gruppe
Kleingruppentour ab Bangkok zur Brücke am Kwai und zu den Wasserfällen im Erawan-Nationalpark.
- 12 bis 14 Stunden
- Guide auf Englisch und Spanisch
- Bis 24 Std. vorher kostenlos stornierbar
ab 48 € pro PersonStand 21. Oktober 2026

Von Bangkok: Tour zur Todesbahn und zum Hellfire Pass mit Mittagessen
Tagestour ab Bangkok zur Todesbahn und zum Hellfire Pass, mit Mittagessen.
- Ganzer Tag
- Guide auf Englisch
- Bis 24 Std. vorher kostenlos stornierbar
ab 70 € pro PersonStand 21. Oktober 2026
Tipps für Reisende ab 50
Für einen Tagesausflug ab Bangkok ist der Weg lang. Ein Tag reicht für die Brücke und vielleicht den Friedhof. Wer auch Hellfire Pass und die Fahrt bis Nam Tok sehen will, bleibt besser eine oder zwei Nächte. So musst du nicht alles in die heißen Stunden pressen.
Zwischen Stadt und Brücke liegen rund 5 Kilometer. Zu Fuß ist das in der Hitze zu weit. Nimm am besten eine Fahrrad-Rikscha, ein Tuk-Tuk geht genauso. Den Preis machst du vor der Fahrt aus.
Auf der Brücke gehst du über Holzplanken. Schau auf den Boden und tritt rechtzeitig zur Seite, wenn ein Zug kommt. Die Züge fahren dort höchstens 10 km/h und hupen laut.
Am Hellfire Pass brauchst du feste Schuhe, schützende Kleidung und genug Trinkwasser. Plane genug Zeit ein, damit du vor der Dunkelheit zurück bist. Am Ende des Pfades gibt es Toiletten. Wie weit du gehst, entscheidest du selbst. Schon das Museum und der erste Abschnitt geben einen guten Eindruck.
Kriegsfriedhof, Museen und Brücke sind Orte der Trauer. Dezente Kleidung ist dort angebracht, und Fotos mit Grabsteinen als Kulisse sind fehl am Platz. In Tempeln achtest du auf bedeckte Schultern und lange Hosen oder Röcke.
Für Notfälle gibt es in der Stadt ein Privatkrankenhaus mit Notaufnahme rund um die Uhr. Von Erawan, Hellfire Pass oder Sangkhlaburi aus ist der Weg dorthin aber lang.
Ende September und Anfang Oktober 2026 gab es in der Provinz schwere Überschwemmungen, Mitte Oktober starben im Bezirk Nong Prue zwei Menschen im Hochwasser. Die Ausflugszüge fielen am Wochenende 3. und 4. Oktober aus, und der Wasserfall Sai Yok Noi wurde am 27. September vorübergehend gesperrt. Prüf vor der Reise, ob Züge und Ausflugsziele wieder normal laufen. Wer auf einem Floß übernachten will, fragt bei Hochwasser besonders nach.
Beste Reisezeit
Nach den Langzeitwerten der Wetterstation Kanchanaburi ist es von November bis Februar am angenehmsten, von März bis Mai besonders heiß, und im September und Oktober regnet es am meisten. Die Wasserfälle sind von Mai bis Dezember am schönsten. Alle Monatswerte siehst du auf der Wetterseite für Kanchanaburi.
Was du vor dem Abflug brauchst, steht in Einreise Thailand 2026. Was ein Tag vor Ort ungefähr kostet, liest du in Kosten in Thailand pro Tag.
Vergleich
Unsicher, ob dieser Ort der richtige ist? Hier stehen die Unterschiede nebeneinander:




